Eine Stunde lang Kampf hat leider nicht ausgereicht.

Dieses zwei Tage alte Kätzchen wurde uns heute morgen gebracht. Eiskalt.
Wir haben es gewärmt, gerubbelt, um den Kreislauf anzuregen, immer wieder bewegte sich der Kopf oder ein Füßchen. Dann kam die Milch aus der Nase und aus dem Mund und schließlich gab es keine Lebenszeichen mehr von sich. In voller Hoffnung noch einmal das Herz abgehört: nichts.

Ruhe in Frieden kleiner Engel. Wir nennen dich Lene, auch wenn dich niemand je so rufen wird.



Kastrationspflicht für Katzen?

Die Population verwilderter Katzen steigt täglich. Gerade zur jetzigen Jahreszeit werden wir von den Auswirkungen konfrontiert.

Gibt es dafür die eine Lösung?

Die Katze ist Deutschlands beliebtestes Haustier. Das eigensinnige, selbständige Tier zu bekommen ist kinderleicht: Über Online-Tiermärkte werden sie teilweise verschenkt oder der nächste Bauernhof ist froh, dass er die Kleinen losbekommt und sich weiterhin eine teure Kastration sparen kann. Wo auch immer sie hinkommt – meist wird die Katze durch ihre Selbständigkeit immer ein annehmbar gutes Leben haben.

Rasch kommt dann die Frage der Kastration. Jemand erzählt einem, dass die Katze mindestens einmal in ihrem Leben Junge bekommen muss, vor ihrem ersten abgeschlossenen Lebensjahr noch viel zu jung ist, oder sie doch der Hormone wegen vorher einmal rollig werden soll. Warum diese uralten Märchen noch immer in den Köpfen der Menschen herumgeistern können wir uns nicht erklären.
Hat man selbst einen Kater erübrigt sich die Frage für manche sowieso. Spaziert der unkastrierte Draufgänger draußen herum und beglückt die Damenwelt hat man selbst ja keine Probleme.
Richtig ist: Mit dem 6. Lebensmonat sollte jede sich normal entwickelnde Katze, die nicht zur Zucht eingesetzt wird, kastriert werden.

Was passiert denn da draußen eigentlich?

Da draußen liegen halb verweste Katzenbabys, überfahrene Tiere, Katzen, denen die Parasiten aus allen Körperöffnungen kommen oder in diese hineingelangen, Kater mit geplatzten Abszessen, die Schädeldecke offengelegt, Katzen, die ihr Augenlicht schon in der Gebärmutter verlieren, Hunger, abgemagerte Tiere, die Müll essen, Katzen, die noch nicht einmal einen Blick in die Welt werfen durften und denen die Maden aus Po, Mund und Bauchnabel kriechen, die weiterleben, bis sie von innen aufgefressen wurden.
Solche Kolonien werden teilweise sogar „versorgt“. Einmal täglich werden die „armen Tiere“ gefüttert. Manchmal bekommt man nach Jahren eine Rambo-Katze so zahm, dass man sie einfangen kann und ihnen gegen den golfballgroßen Abszess ein hübsch linderndes Antibiotikum verschreiben lassen kann, aber eine Kastration kommt nicht in Frage.
Warum?
Wir kommen liebend gerne und verbringen unsere Nachmittage im Gebüsch, während wir Fallen beobachten. Das kostet auch nichts.
Aber wenn es so weitergeht, dass die Kastration so abgelehnt wird, bringen selbst solche Aktionen nur für das Einzeltier etwas. Und im nächsten Jahr dürfen wir wieder weinend um 5 Uhr morgens die krampfenden Katzenseuche-Kitten bei ihrem Tod begleiten.


Ihr glaubt es nicht. Daddy ist seit 6 Jahren bei uns und hatte nie Glück.

Heute war es soweit, dass wir ihn zum Probewohnen gehen lassen haben. Wir sind uns sicher, dass seine Interessenten kompetent genug sind und Daddy noch ein schönes, restliches Leben bieten können. Wie lange er übehaupt noch hat wissen wir und sie nicht, aber das war kein Hindernis!
Drückt uns die Daumen, dass er sich von seiner besten Seite zeigt und für immer bleiben kann.

Corona trifft alle. Auch wir bekommen die Folgen zu spüren: Geschäftsreise? unmöglich. Urlaub? Na, wenn dann zuhause. Besuche bei Freunden? nicht erlaubt.

Unsere Pension steht leer. Übers ganze Jahr sind normalerweise Hunde und Katzen, die sich bei uns aufhalten, weil Herrchen oder Frauchen keine Zeit haben. In den Geschäften stehen unsere Spendendosen - hinter verschlossenen Türen. Trotzdem brauchen unsere eigenen Tiere die Pflege, die sie immer benötigen. Bei uns kann niemand Homeoffice machen oder in Kurzarbeit gehen. Wir setzen uns einem hohen Risiko aus, in dem wir trotzdem Interessenten zu uns lassen und nun auch wieder Gassigeher. Wir möchten, dass die Chancen aus dem Tierheim rauszukommen gleich bleiben.


Ja: Wir sind in einer misslichen Lage. Momentan müssen wir jeden Cent 10 mal umdrehen, bevor wir vielleicht doch ein Blutbild machen oder den Kaninchen Gemüse kaufen. Die Putzutensilien sind alt, brechen auseinander, das Putzmittel wird erst bestellt, wenn wirklich jeder Tropfen aufgebraucht ist. Im Hundegang sind Doppel-Zwinger defekt, die Fliesen heben sich und brechen. Die Reperatur ist zu teuer. Der große Hund muss dann halt doch in den zu kleinen Zwinger.


Niemand bettelt gerne um Geld, aber uns bleibt nichts anderes übrig. Wir müssen Operationen durchführen lassen. Es werden kranke Tiere abgegeben, ohne einen Cent. Der Tierschutzgedanke ist halt immer da und bevor die Tiere leiden, leiden lieber wir.


Wer vielleicht ein paar Euro übrig hat, oder schon lange überlegt Mitglied zu werden: Jetzt ist ein guter Zeitpunkt. Auch über Patenschaften freuen wir uns! Natürlich freuen wir uns auch über Futter, aber unser Lager ist voll. Mit Futter lassen sich nunmal keine Tierarztkosten, Stromkosten oder Benzin bezahlen.


Auf unserer Amazon-Wunschliste findet ihr daher jetzt auch Putzmittel, Katzenstreu und ähnliches. Wir freuen uns über jedes Päckchen und über jede persönlich vorbeigebrachte Spende.


Ohne euch kann ein Tierschutzverein nicht bestehen!

In dieser Zeit boomt der Tierhandel im Internet und auch wir bekommen unverhältnismäßig hohe Anfragen für Hunde. Selbst manche Züchter haben zur Sicherheit eine Pause eingelegt.

Viele Menschen sind einsam, suchen jemanden, der sie motiviert, mit dem sie zu jeder Zeit an die frische Luft gehen können oder sehen jetzt die Chance sich ihren langen Traum von einem treuen Begleiter erfüllen zu können.
„Wie lange müsste der Hund regelmäßig alleine bleiben?“
Na, momentan natürlich gar nicht. Homeoffice sei Dank.
„Und nach Corona?“
Selbstverständlich ist es irgendwo tatsächlich eine gute Idee sich jetzt einen Hund zu holen. Man hat viel Zeit für die Eingewöhnung, kann Stubenreinheit und Alleine bleiben üben. Aber was passiert, wenn Herrchen und Frauchen, die ständig um einen waren, schlagartig mehrere Stunden weg sind, weil sie wieder gewohnt arbeiten müssen? Wenn man sich nie groß um Plan B gekümmert hat? Wenn für den Hund plötzlich seine gewohnte Welt zusammenbricht und er dann vielleicht tatsächlich gar nicht mehr in die Familie passt?
Viele Tierheime haben sicherlich Angst vor dieser Zeit. Ständig überkommt einem ein schlechtes Gefühl, wenn der 15. Anruf für einen „kleinbleibenden Welpen“ am Tag kommt.
Bitte denkt sorgfältig nach, bevor ihr euch einen Hund zulegt. Sie werden die nächsten 10-15 Jahre an eurer Seite sein. Irgendwann gibt es wieder Präsenz am Arbeitsplatz, Geschäftsreisen, Urlaube, Clubs und ein reges öffentliches Leben (wir hoffen es zumindest!). Auch dann ist der treue Begleiter noch da.

Rita - aller Anfang ist schwer.
Sie hat es uns anfangs nicht leicht gemacht und war uns gegenüber sehr misstrauisch. Von Tag zu Tag wurde es besser, sie wurde lustiger, neugieriger und hatte irgendwann auch ganz schön viel Quatsch im Kopf.
Es gab einige Interessenten: Manche sprangen ab oder meldeten sich einfach nicht mehr. Also, dachten wir, nehmen wir diesmal gleich zwei. Beide Familien haben ihr soviel Zeit gegeben, waren geduldig, um langsam eine Bindung zu bekommen. Schnell wussten wir, beide Familien sind ideal und wir müssten eine unschöne Entscheidung treffen.

Rita ist nun ausgezogen und teilt sich ihr neues Heim mit zwei anderen Hunden und einer Katze. Die Freude war groß. Wir hoffen, dass wir bald viel schönes von ihr und ihren Abenteuern hören.

Dion und Jasen kamen heute vorbei um uns ihre gesammelte Spende persönlich zu überreichen. Vielen Dank, ihr seid klasse!

Heute Vormittag besuchte uns Herr Dürr von Aktion Tier, das Auto bis zur Decke voll mit Paketen. Einige Wünsche von unserer Zabello

Adventskalender-Aktion befanden sich darin und wir durften sie voller Freude auspacken. Wir möchten uns hiermit bei allen bedanken, die gespendet haben!

Soeben durfte Harley seinen Platz im Auto einnehmen und ist nun auf dem Weg nach Sachsen-Anhalt. Die lange Fahrt nimmt er sicherlich gerne in Kauf, wenn man bedenkt, wie toll er es dort haben wird.
Gute Fahrt und viel Freude zusammen!

Auch Jenny ist nun ausgezogen. An einen Ort, an dem ihr sicher nie langweilig wird. 4 Jungs werden versuchen ihren Alltag zu versüßen und vielleicht traut sich Jenny ja auch mit ihrer Hilfe im Sommer in den Pool! Viel schöner hätte sie es nicht treffen können.

Danke für die Aufnahme unseres frechen Mädchens!

Gestern ist Daisy ausgezogen, in die Nähe von Freiburg. Wir konnten nicht nur die kleine Dame glücklich machen, denn die Besitzer haben mit ihr ihren Traumhund gefunden!

Viel Spaß miteinander!

Auch Marvin ist diese Woche ausgezogen. Da es ein kleines Problem gab (Besitzer und Hund - gleicher Name - Schicksal?), heißt er ab sofort Tashi.
Tashi hat es uns lange nicht einfach gemacht, aber die Mühe hat sich gelohnt und seine neuen Besitzer können ihm nun mit unserer Vorarbeit die Welt zeigen. Im Tierheim kommt man irgendwann an seine Grenzen, daher war es umso wichtiger, dass er nun eine richtige Familie gefunden hat, wo er alles lernen kann.

Viel Freude mit unserem Schützling. Harley (sein bester Freund) und wir werden ihn sehr vermissen!

Am 27.04.2020 kam Balto gemeinsam mit Arizona, Carolina, Cowboy, Dakota und Mambo zu uns. Auch Edda, die etwas später kam, gehörte zu der Bande. Heute durfte Balto nun endlich als Letzter ausziehen. Wir freuen uns riesig für ihn und für seine neue Besitzerin. Der Tierheimalltag war immer sehr stressig für ihn und er kam kaum zur Ruhe. Jetzt kann er endlich entspannen und neue Abenteuer erleben. Viel Spaß miteinander!

Viel Freude Klaudine!

Und gestern spazierte auch Klaudine für immer aus unseren Toren.
Viel Freude mit dem neuen Familienmitglied!

Louise zieht aus!

Letzte Woche ist unsere Louise ausgezogen, die im Kehler Hafen eingefangen wurde, nachdem sie sich über ein Jahr verwahrlost auf der Straße durchkämpfte. Es war nicht ihr erster Ausbruch und sie hat viele, viele Kilometer hintersich gelegt.
Mit Sicherheitsgeschirr, Zugstopp Halsband, Joggingleine (um den Körper geschnallt) und einer zweiten Leine für die Hand wird Lou (ihr neuer Spitzname) zukünftig in Gengenbach mit ihren neuen Besitzern um die Häuser ziehen. Um dann jeden Abend auf ihrem eigenen Sofa zu schlafen.

Wir wünschen uns so sehr für Louise, dass sie nun vertrauen kann. Sie hätte es nicht besser treffen können, denn die zwei sind wochenlang fast täglich zu uns gekommen um sich zu ihr zu setzen. Das hat sich ausgezahlt.

Sylvester Spende

Gestern (31.12.2020) hat Roland Mühlbauer dem Tierheim Kehl 715€ überreicht. Er hat zu Weihnachten selbstgefangene Forellen geräuchert, um den Erlös an das Kehler Tierheim zu spenden.
Vielen herzlichen Dank für die großzügige Spende!

 Für Cracker ist heute Weihnachten.

Tschüss lieber Mann! Wir können es noch gar nicht fassen: Seit dem 10.10.2019 lebte der Staffi Mix bei uns und gehörte einfach schon zum Tierheim dazu. So viele Stamm-Gassigeher und Paten wie er hatte wohl niemand. Umso mehr freuen wir uns, dass er nun seine feste Familie hat. 

Unser Kalender 2021 

Ab jetzt gibt es unseren Kalender für 2021 bei uns im Tierheim zu erwerben! Wir würden uns pro Kalender über eine Spende von 10 Euro (gerne mehr!) freuen.
Vielen Dank an unsere Sponsoren:
- FG Fotografie
- Kanzlei am Bahnhof
- ICT Werbeagentur
- Visiris Filmmakers

Tierheimzeitschrift Einblick

Unsere erste Tierheimzeitschrift "Einblick" ist erschienen! Wir freuen uns riesig über das Resultat und hoffen dass wir so einen kleinen Einblick in unseren Tierheimalltag vermitteln können.

Hier Klicken zum Download!

Amazon Smile!

Wir haben endlich ein Amazon Smile Konto! Ab sofort könnt Ihr uns bei jedem Amazon Einkauf unterstützen. Loggt Euch bei Amazon Smile wie gewohnt ein und gebt dann als gemeinnützige Organisation "Tierheim Kehl" ein. Für Euch ändert sich nichts, die Preise bleiben auch gleich, allerdings überweist uns Amazon pro Einkauf ein wenig Geld. Wir würden uns sehr freuen wenn Ihr es nutzen würdet. 

Danke!




 
 
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